| Vigesimales Zahlsystem | Dänische Zahlwörter zählen in Zwanzigern: halvtreds = 50, tres = 60, halvfjerds = 70, firs = 80, halvfems = 90. Wer sie „mitliest“ wie im Deutschen, verrechnet sich – auf Scheck, Vertrag oder Urkunde ein Sach-, kein Stilfehler. | Ausgeschriebene Beträge und Zahlwörter werden gegen die Ziffernangabe gegengeprüft und eindeutig gesetzt. |
| Æ, Ø, Å & die Aa-Schreibung | Die Sonderbuchstaben æ, ø, å stehen am Alphabet-Ende (nach z) und dürfen in Namen nicht beliebig zu ae/oe/aa aufgelöst werden; historisch bleibt „aa“ in Namen wie Aabenraa oder Aalborg erhalten. Falsch transliteriert, stimmt der Name auf der Urkunde nicht mehr. | Sonderzeichen, Aa/Å-Schreibung und Sortierung werden urkundengetreu übernommen, nicht „eingedeutscht“. |
| Nachgestellter bestimmter Artikel | Dänisch hängt den bestimmten Artikel an: et hus → huset (das Haus), en bil → bilen. Wer ihn als eigenes Wort behandelt oder verdoppelt, erzeugt falsche Formen. | Bestimmtheit und Genus werden nach dänischer Grammatik gebildet – als Suffix, nicht als vorangestelltes Wort. |
| Genus en/et (fælleskøn/intetkøn) | Dänisch kennt zwei Geschlechter, das Utrum (en) und das Neutrum (et). Das falsche Genus verändert Artikelendung und Adjektiv (et stort hus vs. en stor bil) und fällt jedem Muttersprachler auf. | Jedes Substantiv wird mit korrektem Genus geführt; die geprüfte Terminologie hält en-/et-Zuordnungen fest. |
| Falsche Freunde DE⇄DA | „gift“ heißt verheiratet und Gift, „rar“ ist nett/lieb (nicht selten → sjælden), „frisk“ gesund/munter, „øl“ Bier, „vindue“ hat nichts mit „Wind“ zu tun (→ Fenster). Ein Wort kippt die Aussage. | Muttersprachler mit Fachgebiet übersetzen die Bedeutung, nicht die Wortähnlichkeit; kritische Termini liegen in der Terminologie fest. |
| Dänisch vs. Norwegisch/Schwedisch | Bokmål ist aus dem Dänischen hervorgegangen und sieht ähnlich aus – ist aber eine andere Sprache; „rolig“ heißt auf Dänisch ruhig, auf Schwedisch lustig. Eine „skandinavische“ Pauschalübersetzung trifft keinen der Zielmärkte richtig. | Die Zielsprache wird eindeutig geklärt; es übersetzt ausschließlich ein muttersprachlicher Dänisch-Fachübersetzer. |
| CPR-Nummer, Datums- & Namensformate | Die dänische CPR-Nummer (Format TTMMJJ-XXXX), Datums- und Adressangaben stehen auf Urkunden in fester Form. Werden sie „lokalisiert“ oder umformatiert, weicht das Dokument vom Original ab und wird beanstandet. | Personenkennziffern, Daten und Namen werden verbatim aus dem Original übernommen und im Layout nachgebildet. |
| Stød & Aussprache (Namen, Dolmetschen) | Der stød, ein ungeschriebener Kehlkopfverschluss, unterscheidet Wörter bedeutungstragend (etwa bønder „Bauern“ vs. bønner „Bohnen“). Für beglaubigte Namensangaben und beim Dolmetschen entscheidet er über die richtige Zuordnung. | Beim Dolmetschen und bei Namenstranskriptionen achten muttersprachliche Fachkräfte auf stød und Aussprache statt auf das reine Schriftbild. |