| Name „schön“ statt wie im Pass umgeschrieben | Weicht die lateinische Umschrift des arabischen Namens von Reisepass oder Vorurkunden ab, gilt die Person amtlich als jemand anderes – Standesamt oder Ausländerbehörde weisen die Übersetzung zurück. | Wir übernehmen die Namensschreibung exakt aus Ihrem Pass (ICAO Doc 9303) und führen die wissenschaftliche Umschrift nach ISO 233 bzw. DIN 31635 nur erläuternd mit – nie umgekehrt. |
| Hamza, Ta-marbuta & Sonnenbuchstaben ignoriert | ء (Hamza), ة (Ta marbuta, „-a/-at“) und der assimilierte Artikel (الشمس al-Schams → asch-Schams) verändern die Umschrift. Ein verschlucktes „-t“ oder „asch“ statt „al“ macht aus einem Namen einen anderen. | Muttersprachliche Übersetzer wenden die Umschriftregeln konsequent an und gleichen jede Form mit Ihren Ausweisdokumenten ab. |
| Hidschri-Datum wie ein gregorianisches gelesen | Viele Urkunden vom Golf tragen das Datum des islamischen Mondkalenders (z. B. 1445 AH). Das Mondjahr ist rund elf Tage kürzer – eine bloße Jahresverschiebung ergibt ein falsches Geburts- oder Heiratsdatum, und die Behörde lehnt ab. | Wir rechnen Hidschri- und gregorianische Daten korrekt um und führen im Zweifel beide Angaben mit Übersetzervermerk. |
| Ost-arabische Ziffern ٠١٢٣ 1:1 übernommen | In Beträgen, Aktenzeichen und IBANs stehen im Maschrek oft ost-arabische Ziffern (٠=0, ١=1, ٢=2). Bleiben sie stehen oder werden verwechselt, stimmt die Summe oder das Aktenzeichen nicht mehr. | Zahlen, Beträge und Aktenzeichen werden eindeutig in die Zielziffern übertragen und Ziffer für Ziffer gegen das Original geprüft. |
| Latein & Zahlen im RTL-Satz verrutscht (Bidi) | Arabisch läuft von rechts nach links; eingebettete lateinische Fachbegriffe, Zahlen oder Klammern kippen ohne saubere Bidi-Behandlung in die falsche Reihenfolge, Klammern und Anführungszeichen spiegeln falsch – zweisprachige Urkunden brechen im Layout. | Wir setzen den Text nach dem Unicode-Bidi-Algorithmus, prüfen jede eingebettete LTR-Sequenz und die Spiegelung der Satzzeichen im fertigen PDF. |
| Dialekt statt Hocharabisch (MSA) | Ägyptisch, Levantinisch oder Golf-Arabisch unterscheiden sich in Wortschatz und Grammatik. Ein amtlicher oder vertraglicher Text im Dialekt wirkt unseriös und ist teils mehrdeutig. | Amtliche und juristische Texte immer in modernem Hocharabisch (MSA); eine regionale Ansprache nur dort, wo sie – etwa im Marketing – bewusst gewünscht ist. |
| Vokalisierung (Tashkil) falsch aufgelöst | Arabisch schreibt Kurzvokale meist nicht mit; dasselbe Konsonantengerüst kann je nach Vokalisierung verschiedene Fach- oder Rechtsbegriffe bedeuten. | Fachübersetzer lösen die Lesart aus Kontext und Terminologie eindeutig auf – abgesichert gegen eine gepflegte Termdatenbank. |
| Verbindungsschrift „zerfällt“ im Satz (DTP) | Arabisch ist eine Verbindungsschrift mit kontextabhängigen Buchstabenformen, Ligaturen (لا lam-alif) und Kaschida-Justierung. Falscher Font oder unbedachtes Kopieren zerlegt Wörter in Einzelbuchstaben oder zerstört die Ligaturen. | Wir liefern das Dokument satzfertig – korrektes Shaping, Ligaturen, Kaschida/Tatweel-Justierung und geprüfte Font-Fallbacks, damit die Datei „sitzt“. |