| Falsche Freunde | „rolig“ heißt lustig (nicht ruhig → lugn), „gift“ verheiratet und Gift, „semester“ Urlaub (nicht Semester → termin), „frisk“ gesund, „öl“ Bier. Ein Wort kippt Vertrag oder Zeugnis. | Muttersprachler mit Fachgebiet übersetzen die Bedeutung, nicht die Wortähnlichkeit; kritische Termini liegen in der geprüften Terminologie fest. |
| Särskrivning (Sär-/Zusammenschreibung) | Schwedisch schreibt Zusammensetzungen zusammen; falsches Trennen ändert den Sinn: rökfritt („rauchfrei“) wird getrennt zu rök fritt („rauche frei“). Solche Fehler wirken unprofessionell und sind in Verträgen gefährlich. | Zusammensetzungen werden nach schwedischer Norm zusammengeschrieben; die Getrenntschreibung des Deutschen oder Englischen wird nicht übernommen. |
| Å, Ä, Ö & Abgrenzung zu ø/æ | Die Sonderbuchstaben å, ä, ö stehen am Alphabet-Ende (nach z) und sind nicht mit dem dänisch-norwegischen ø/æ austauschbar. In Namen falsch gesetzt oder zu a/o aufgelöst, stimmt die Urkunde nicht mehr. | Sonderzeichen und Sortierung werden urkundengetreu übernommen; å/ä/ö bleiben å/ä/ö, nicht ø/æ oder ae/oe. |
| Genus en/ett | Schwedisch kennt zwei Geschlechter, Utrum (en) und Neutrum (ett). Das falsche Genus verändert Artikel, Endung und Adjektiv (ett stort hus vs. en stor bil) und fällt jedem Muttersprachler auf. | Jedes Substantiv wird mit korrektem Genus geführt; die Terminologie hält en-/ett-Zuordnungen fest. |
| Nachgestellter bestimmter Artikel | Schwedisch hängt den Artikel an: ett hus → huset (das Haus), en bil → bilen. Als eigenes Wort behandelt, entstehen falsche Formen. | Bestimmtheit und Genus werden als Suffix nach schwedischer Grammatik gebildet. |
| Rechtsform „übersetzt“ (AB → AG/GmbH) | Ein schwedisches aktiebolag (AB) ist weder eine deutsche AG noch eine GmbH – Kapital, Haftung und Register folgen schwedischem Recht. Wer „AB“ mit „GmbH“ übersetzt, behauptet eine Gesellschaft, die es so nicht gibt. | Rechtsformen, Handelsregister (Bolagsverket) und Ämter bleiben im Original stehen und werden erklärt (z. B. „AB (schwedische Aktiengesellschaft)“), statt durch ein fremdes Institut ersetzt zu werden. |
| Personnummer & Datumsformat | Das schwedische personnummer (Format ÅÅÅÅMMDD-XXXX mit Prüfziffer) und das in Schweden übliche ISO-Datum (ÅÅÅÅ-MM-DD) stehen auf Urkunden in fester Form. Umformatiert weicht das Dokument vom Original ab. | Personennummern und Daten werden verbatim übernommen; das ISO-Datumsformat bleibt erhalten, statt es „einzudeutschen“. |
| Sverigesvenska vs. finlandssvenska | Schwedisch ist auch Amtssprache Finnlands; das Finnlandschwedische hat eigene Wörter und Behördenbezüge. Ein für Stockholm getexteter Behördenbrief passt nicht ohne Weiteres nach Helsinki. | Die Zielvarietät wird vorab festgelegt; Terminologie und Behördennamen werden je Land konsequent durchgehalten. |