| Name weicht vom Ausweis ab | Rumänisch schreibt ș und ț mit Komma darunter, nicht mit der türkischen Cedille (ş, ţ) – ältere Systeme setzen still das falsche Zeichen. Auf der Urkunde steht dann ein anderer Name oder Geburtsort als im Pass, und das Standesamt fragt nach. | Namen, Geburtsorte und Nummern werden zeichengenau gegen Ausweis und Ausgangsdokument geprüft und Unicode-korrekt gesetzt, damit Register und Behörden-OCR sie eindeutig lesen. |
| Diakritika weggelassen – Bedeutung kippt | Ohne Diakritika ändert sich der Sinn: peste heißt „über“, pește „Fisch“; fata „das Mädchen“, față „Gesicht“. In Befunden und Verträgen wird daraus eine falsche Aussage. | Vollständige, korrekte Diakritik ist Pflicht – keine „vereinfachte“ Schreibung; sinntragende Wörter werden gegengelesen. |
| Notenskala 1–10 gedreht | In Rumänien ist 10 die beste Note und 5 die Bestehensgrenze – in Deutschland ist 1 die beste. Wer die Zahl unkommentiert stehen lässt oder „umrechnet“, verzerrt die Bewertung in beide Richtungen. | Noten und Durchschnitte (media) bleiben im Original und werden mit Skalenhinweis erläutert; die Bewertung bleibt für die Anerkennungsstelle nachvollziehbar. |
| Abschlüsse als deutsches Äquivalent ausgegeben | Diplomă de licență, foaie matricolă, adeverință oder atestat haben kein deckungsgleiches deutsches Gegenstück. Ein erfundenes Äquivalent behauptet einen Abschluss, den die Urkunde nicht ausweist. | Titel und Nachweisarten bleiben im Original mit erklärender Entsprechung – prüfbar für Anerkennungsstelle und Arbeitgeber. |
| Rechtsform und Registerdaten „übersetzt“ | Eine SRL ist keine GmbH, das Registrul Comerțului (ONRC) kein deutsches Handelsregister, und CUI/CNP sind eigene Kennnummern. Wer sie ersetzt, behauptet eine Gesellschaft oder Kennung, die es so nicht gibt. | Rechtsformen, Registernamen und Kennnummern bleiben stehen und werden erläutert, statt durch ein fremdes Institut ersetzt zu werden. |
| Nachgestellter Artikel & Genitiv-Dativ | Rumänisch hängt den bestimmten Artikel ans Wort (copil → copilul) und flektiert Namen im Genitiv-Dativ (fata → fetei). Ein davorgesetztes Artikelwort erzeugt falsche Bestimmtheit – in Urkundenformeln stimmt dann der Bezug nicht. | Muttersprachler bilden Bestimmtheit und Kasus korrekt, auch in festen Formeln wie „Sohn des …“ oder „ausgestellt durch …“. |
| Falsche romanische Freunde | Die lateinische Nähe täuscht: prezervativ heißt Kondom (nicht Konservierungsstoff), librărie Buchhandlung (nicht Bibliothek = bibliotecă), concurs Auswahlverfahren. Dazu kommt slawischer, türkischer und ungarischer Wortschatz. | Fachterminologie wird am Kontext geprüft, nicht aus dem Französischen, Italienischen oder Englischen erraten; kritische Begriffe stehen in der geprüften Terminologie. |
| Ortsnamen aus Siebenbürgen, Banat und Moldau | Ein Ort trägt oft drei Namen: Sibiu = Hermannstadt = Nagyszeben, Cluj-Napoca = Klausenburg = Kolozsvár; moldauische Altdokumente führen ihn zusätzlich kyrillisch. Eine falsche Zuordnung macht den Geburtsort für das Amt nicht mehr eindeutig. | Orts- und Personennamen werden der heutigen amtlichen Form zugeordnet und historische Fassungen belegt mitgeführt, statt willkürlich übersetzt zu werden. |