Post-Editing (MTPE) – maschinelle und KI-Übersetzung nachbearbeiten und Korrektur lesen durch Übersetzer für Deutsch, Englisch und 75 weitere Sprachen

StartLektoratDolmetschen › Post-Editing (MTPE)

Post-Editing (MTPE): maschinelle und KI-Übersetzung auf Veröffentlichungsniveau.

Sie haben maschinell oder mit KI vorübersetzte Rohtexte – wir heben sie im Post-Editing auf das Niveau, das Sie brauchen: im Abgleich mit dem Ausgangstext, terminologisch geführt, nach den Anforderungen der DIN EN ISO 18587 und mit Vier-Augen-Revision. Schnell und skalierbar, wo es passt – mit klarer menschlicher Verantwortung.

  • Von Menschen nachbearbeitetkein reines Lektorat
  • Zwei Servicegradeleicht oder vollständig
  • Sinnfehler der MÜ rausinhaltlich geprüft
  • 4,6 · Trustpilot

Wo maschinelle Übersetzung trägt – und wo Fachübersetzung nötig ist · Nachbearbeitung durch Fachübersetzer, nicht durch die Maschine · Terminologie und Stil auf Ihr Haus abgestimmt · klare Abgrenzung zur reinen Neuübersetzung

DIN EN ISO 18587Anforderungen ans Post-Editing
Full & Lightpassend zum Verwendungszweck
Mensch verantwortlichFachlektor prüft & revidiert
DIN EN ISO 17100zertifiziert · Reg.-Nr. 7U517

Kurz & klar

Maschine übersetzt, Mensch verantwortet.

Post-Editing (Machine Translation Post-Editing, MTPE) heißt: Eine Maschine liefert die Rohübersetzung, ein qualifizierter Mensch macht sie brauchbar. Ein muttersprachlicher Fachlektor gleicht den MT-Output gegen den Ausgangstext ab, korrigiert Fehler, führt die Terminologie und stellt sicher, dass der Zieltext das gewünschte Niveau erreicht – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Damit ist MTPE eine eigene Disziplin zwischen roher Maschinenübersetzung und reiner Humanübersetzung. Sie ergänzt unser Lektorat und ist die richtige Wahl, wenn Volumen, Tempo und Budget zählen – und der Text dafür geeignet ist. Wie sich maschinelle Übersetzung, Freelancer und Full-Service-Büro unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Übersetzungsanbieter.

Prüfstufen nach DIN EN ISO 18587

Full oder Light Post-Editing – der Zweck entscheidet.

Die DIN EN ISO 18587 definiert Prozess und Kompetenzen fürs Posteditieren und unterscheidet zwei Ergebnisstufen. Wir wählen sie nach Ihrem Verwendungszweck – nicht pauschal.

Full Post-Editing

Ziel: qualitativ wie eine Humanübersetzung. Inhalt, Terminologie und Stil werden vollständig korrigiert. Das Ergebnis ist veröffentlichungsreif – für Website, Marketing, Dokumentation und alles, was nach außen geht.

Light Post-Editing

Ziel: verständlich, ohne stilistische Feinarbeit. Nur grobe, sinnentstellende Fehler werden beseitigt. Geeignet für rein interne Zwecke – etwa große Volumen, die nur inhaltlich erfasst werden müssen.

Bearbeitet wird …Light PEFull PEHuman­übersetzung
Grobe, sinnentstellende Fehler
Vollständige inhaltliche Genauigkeit
Terminologie & Konsistenzteilw.
Stil, Ton & Register
Veröffentlichung nach außennein
Vier-Augen-Revision (DIN EN ISO 17100)optional

Eignung & Grenzen

Wofür sich MTPE eignet – und wofür nicht.

Post-Editing ist ein Werkzeug, kein Allheilmittel. Wir setzen es ein, wo es Zeit und Kosten spart, ohne die Qualität zu gefährden – und raten ab, wo es nicht trägt.

Gut geeignet: große, wiederkehrende Volumen mit klarer Terminologie – etwa Produktkataloge, technische Dokumentation, Hilfe-Inhalte, interne Kommunikation und wiederkehrende Web-Inhalte. Hier spielt MTPE seine Stärken bei Tempo und Skalierung aus, während der Fachlektor Genauigkeit und Ton sichert; für Web-Content prüfen wir zusätzlich auf SEO.

Nicht geeignet: beglaubigte Übersetzungen (die vereidigte Übersetzer persönlich anfertigen), rechtlich oder sicherheitskritisch sensible Texte in Recht und Medizin sowie kreative Marketing- und Markentexte, die eine echte Transkreation brauchen. Bei regulierten Inhalten in der Technik wählen wir Full Post-Editing oder eine reine Humanübersetzung. Im Zweifel sichten wir und empfehlen ehrlich.

Klarer Grundsatz

Die menschliche Verantwortung für das Ergebnis bleibt immer beim FÜD – nicht beim Algorithmus. Ein Post-Editor mit Fachhintergrund entscheidet, was übernommen, korrigiert oder neu formuliert wird.

Warum der Aufwand höher liegt, als man denkt

Gute Nachbearbeitung ist Fachurteil – kein schnelles Drüberlesen.

Genau deshalb kalkulieren wir Post-Editing nach Aufwand statt als Pauschal-Schnäppchen. Zwei Gründe machen MTPE anspruchsvoller, als die glatte Rohübersetzung vermuten lässt.

Flüssig ist nicht dasselbe wie richtig

Moderne KI-Übersetzung (NMT) liefert grammatikalisch flüssige Sätze – die aber inhaltlich falsch sein können. Fachlich heißt das: Flüssigkeit (Fluency) vor inhaltlicher Präzision (Adequacy). Gerade weil sich der Text gut liest, fällt der Fehler weder Laien noch automatischen Metriken auf. Ein flüssig-falscher Satz zu finden, kostet mehr Konzentration als einen holprigen zu glätten – man muss jedes Segment gegen den Ausgangstext prüfen.

Billig wird teuer, sobald Qualität zählt

Ist die Rohausgabe schwach – seltene Sprachrichtung, sensibles Fachgebiet, lückenhafte Quelle –, häufen sich Fehler an genau den kritischen Stellen: Zahlen, Negationen, Pflichten (verneinte Vertragsklauseln, Dosierungen, umgedrehte Sicherheitshinweise) sowie erfundene Formulierungen (Halluzinationen). Sie alle einzeln zu entdecken und zu korrigieren, kann länger dauern als eine saubere Neuübersetzung. Vollwertiges Full Post-Editing nähert sich dann dem Aufwand einer Neuübersetzung – und ehrlich kalkuliert auch deren Preis.

MTPE-Aufwandskurve: Korrekturaufwand in Abhängigkeit von der Qualität der Rohübersetzung Schematische Darstellung ohne konkrete Zahlenachse. Der Korrekturaufwand für Post-Editing steigt, je schlechter die maschinelle Rohübersetzung ist. Bei schwacher Rohausgabe liegt der Nachbearbeitungsaufwand über dem konstanten Aufwand einer menschlichen Neuübersetzung – ab einem Umschlagpunkt lohnt die Neuübersetzung. Neuübersetzung (konstanter Aufwand) Post-Editing-Aufwand Umschlagpunkt teurer als Neuübersetzung hoch gering Korrekturaufwand Rohausgabe schwach Rohausgabe gut Qualität der maschinellen Rohübersetzung →
Schematisch, ohne konkrete Zahlenwerte: Je schwächer die Rohübersetzung, desto höher der Nachbearbeitungsaufwand – links vom Umschlagpunkt übersteigt er den Aufwand einer Neuübersetzung. Deshalb sichten wir zuerst und empfehlen dann Full Post-Editing, Light Post-Editing oder eine Neuübersetzung.

Ablauf & Sicherheit

So läuft Ihr Post-Editing-Projekt.

Ein geführter Prozess mit definierter Engine-Wahl, Terminologiepflege, Revision und klaren Vertraulichkeitsregeln – gerade weil Ihre Inhalte durch ein MT-System laufen.

Sichtung & Stufe

Wir sichten Ausgangstext und MT-Output, empfehlen Full oder Light Post-Editing und nennen Termin und Festpreis.

Engine & Vertraulichkeit

Wir klären, welche Engine eingesetzt wird und wie mit Ihren Daten umgegangen wird – auf Wunsch in abgesicherter Umgebung. Datenschutz.

Terminologie einbinden

Style Guides, Glossare und Termbase steuern den Post-Editor – für konsistente Benennungen über das ganze Volumen.

Post-Editing

Ein muttersprachlicher Fachlektor bearbeitet den MT-Output gemäß gewählter Stufe – ohne Über- oder Unterkorrektur.

Vier-Augen-Revision

Bei Full Post-Editing prüft nach DIN EN ISO 17100 eine zweite qualifizierte Person gegen den Ausgangstext.

Rücklieferung & Skalierung

Sie erhalten den finalen Text im gewünschten Format – wiederkehrende Volumen fahren wir als planbaren Prozess.

Tempo von der Maschine. Verantwortung vom Menschen.

Deshalb: MTPE nach DIN EN ISO 18587, gesteuerte Terminologie und – bei Full Post-Editing – eine Revision nach dem Vier-Augen-Prinzip.

Preise

Was Post-Editing kostet.

Post-Editing rechnen wir nach Aufwand ab – anders als eine reine Zeilen-Übersetzung, weil der Aufwand stark von der Qualität der Rohübersetzung abhängt. Es zählen MT-Qualität, gewählte Stufe (Full oder Light), Sprache, Fachgebiet und Volumen. So zahlen Sie für die tatsächliche Nachbearbeitung, nicht für eine Pauschale.

Nach einer kurzen Sichtung von Ausgangstext und MT-Output nennen wir einen verbindlichen Festpreis. Zum Vergleich: reine Fachübersetzungen starten ab 0,89 €, eine Textkorrektur ab 0,39 €/Normzeile. Alle Preise unter Preise & Preistafel.

„Wir lokalisieren monatlich große Mengen Produkt- und Hilfetexte. Der FÜD hat mit Full Post-Editing genau die Balance getroffen: schnell und planbar, aber terminologisch sauber – und bei sensiblen Inhalten ehrlich zur Humanübersetzung geraten.“

Leitung Lokalisierung, SaaS-Unternehmen · Post-Editing (MTPE) · 4,9 / 5 aus 268 Bewertungen (Stand 08/2026)

MTPE ist keine Beglaubigung

Post-Editing hebt maschinelle Übersetzungen auf das gewünschte Niveau, ersetzt aber keine bestätigte Übersetzung. Verlangt eine Behörde eine beglaubigte Fassung, fertigen vereidigte Übersetzer diese mit Bestätigungsvermerk an. Beglaubigte Übersetzung →

Häufige Fragen

Post-Editing (MTPE) – häufige Fragen.

Was ist Post-Editing (MTPE) – und was unterscheidet es von einer Humanübersetzung?

Beim Post-Editing erstellt zunächst eine Maschine oder ein KI-System eine Rohübersetzung, die anschließend ein qualifizierter menschlicher Post-Editor prüft und korrigiert. Eine Humanübersetzung entsteht dagegen von Anfang an durch einen Fachübersetzer. MTPE ist schneller und günstiger bei geeigneten Texten; die Humanübersetzung bleibt die Wahl für anspruchsvolle, kreative oder rechtlich sensible Inhalte.

Was ist der Unterschied zwischen Full und Light Post-Editing?

Die DIN EN ISO 18587 unterscheidet zwei Stufen. Full Post-Editing zielt auf ein Ergebnis, das qualitativ einer reinen Humanübersetzung entspricht: Inhalt, Terminologie und Stil werden vollständig korrigiert – geeignet für veröffentlichte Inhalte. Light Post-Editing beseitigt nur grobe, sinnentstellende Fehler und liefert einen verständlichen, aber nicht stilistisch feinen Text – geeignet für rein interne Zwecke.

Nach welcher Norm arbeiten Sie beim Post-Editing?

Unser Post-Editing richtet sich nach den Anforderungen der DIN EN ISO 18587, die Prozess und Kompetenzen für das Posteditieren maschineller Übersetzungen definiert. Die abschließende Revision führen wir nach dem Vier-Augen-Prinzip der DIN EN ISO 17100 durch, für die wir zertifiziert sind (Reg.-Nr. 7U517).

Ist MTPE für beglaubigte Übersetzungen geeignet?

Nein. Eine bestätigte (beglaubigte) Übersetzung fertigen vereidigte Übersetzer persönlich an und versehen sie mit dem Bestätigungsvermerk; dafür ist kein Post-Editing vorgesehen. Auch für rechtlich oder sicherheitskritisch sensible Texte empfehlen wir eine Humanübersetzung. Sagen Sie uns den Verwendungszweck – wir ordnen die richtige Leistung zu. Mehr unter beglaubigte Übersetzung.

Wie steht es um Vertraulichkeit und Datenschutz bei maschineller Übersetzung?

Vertraulichkeit ist bei MTPE besonders wichtig, weil Ihre Inhalte durch ein MT-System laufen. Wir klären vor dem Projekt, welche Engine eingesetzt wird und wie mit Ihren Daten umgegangen wird, und arbeiten auf Wunsch mit abgesicherten Umgebungen. Details regeln wir vertraglich; Grundlagen stehen in unserer Datenschutzerklärung.

Was kostet Post-Editing?

Post-Editing rechnen wir nach Aufwand ab – abhängig von der Qualität der Rohübersetzung, der gewählten Stufe (Full oder Light), Sprache, Fachgebiet und Volumen. Nach einer kurzen Sichtung von Ausgangstext und MT-Output nennen wir einen verbindlichen Festpreis. Details unter Preise.

Warum ist Post-Editing manchmal fast so teuer wie eine Neuübersetzung?

Weil maschinelle Übersetzung grammatikalisch flüssig klingt, auch wenn sie inhaltlich falsch ist. Solche flüssig-falschen Fehler – vertauschte Zahlen, verneinte Pflichten, erfundene Formulierungen – muss ein Fachmensch Segment für Segment gegen den Ausgangstext aufspüren. Ist die Rohausgabe schwach, dauert das Vollständige (Full) Post-Editing dann fast so lange wie eine Neuübersetzung. Wir sagen ehrlich, welche Variante günstiger ist, statt einen pauschalen Rabatt zu versprechen.
Projekt hochladen Preise