| Keine Wortzwischenräume | Lao schreibt Wörter ohne Leerzeichen; Abstände trennen nur Sätze und Satzteile. Wer maschinell an Leerzeichen trennt oder umbricht, zerschneidet Wörter und erzeugt sinnlose Silben. | Muttersprachliche Segmentierung: Wortgrenzen werden nach Bedeutung erkannt, Zeilenumbrüche geprüft – der Text bleibt lesbar und korrekt. |
| Ton falsch oder ignoriert | Lao ist eine Tonsprache: Konsonantenklasse und Tonzeichen (z. B. ່, ້) bestimmen die Bedeutung. Gleiche Silbe, anderer Ton = anderes Wort. Wer Tonzeichen wegkürzt, verändert die Aussage. | Muttersprachler wählen Konsonantenzeichen und Tonzeichen so, dass Tonklasse und Ton stimmen; kritische Wörter werden in der geprüften Terminologie gesichert. |
| Vokalstellung um den Konsonanten | Vokalzeichen stehen vor, nach, über oder unter dem Konsonanten; ein links geschriebener Vokal wird nach ihm gesprochen. Falsche Reihenfolge beim Tippen ergibt ein anderes Wort oder Zeichensalat. | Korrekte Unicode-Reihenfolge und Shaping; die Datei wird satzfertig geprüft, damit Vokale an der richtigen Stelle sitzen. |
| Lao als Thai behandelt | Lao und Thai sind verwandt, aber verschiedene Sprachen mit eigener Schrift. Wird ein laotisches Dokument in Thai gesetzt oder von einem Thai-Übersetzer bearbeitet, stimmen Schrift, Wortschatz und Amtssprache nicht. | Laotische Dokumente bearbeiten ausschließlich Lao-Muttersprachler in der Lao-Schrift – kein Vermischen mit Thai. |
| Lao-Ziffern ໐໑໒໓ übernommen | In Daten, Beträgen und Aktenzeichen stehen oft Lao-Ziffern (໐=0, ໑=1, ໒=2). Bleiben sie stehen oder werden verwechselt, stimmt die Summe oder das Aktenzeichen nicht mehr. | Ziffern, Beträge und Aktenzeichen werden eindeutig übertragen und Zeichen für Zeichen gegen das Original geprüft. |
| Buddhistische Zeitrechnung (BE) | Laotische Urkunden datieren teils nach buddhistischer Ära (BE = n. Chr. + rund 543). Wer die Jahreszahl unverändert übernimmt, datiert um Jahrhunderte falsch. | Kalenderangaben werden umgerechnet und das Datum eindeutig gesetzt – mit Hinweis auf die Ausgangsangabe, wenn nötig. |
| Uneinheitliche Namens-Umschrift | Die Romanisierung ist uneinheitlich (ältere französische Schreibungen neben modernen Systemen): „Vientiane“/„Viangchan“, „Sisavath“/„Sisavat“. Ein Name in mehreren Schreibungen – und Urkunden stimmen nicht mehr überein. | Wir legen eine konsistente Umschrift fest und gleichen sie mit Pass bzw. Ausweis ab; alle Folgedokumente übernehmen dieselbe Schreibung. |
| Deutsche Flexion 1:1 übertragen | Lao flektiert nicht: keine Kasus, kein Tempus an Verben, kein Genus. Wer deutsche Endungen und Fälle wörtlich abbildet, erzeugt ungrammatische, oft unverständliche Sätze. | Muttersprachler übersetzen sinnwahrend über Wortstellung, Partikel und Kontext – nicht Wort für Wort mit deutscher Grammatik. |