| Marathi wie Hindi behandelt | Gleiche Devanagari-Schrift, aber eigener Wortschatz, eigene Grammatik und Extrabuchstaben wie ळ. Ein „Devanagari-Übersetzer“ ohne Marathi liefert hindiisierten Text, den Ämter und Leser in Maharashtra sofort als fremd erkennen. | Es übersetzen ausschließlich muttersprachliche Marathi-Fachübersetzer – keine Hindi-Näherung, kein maschineller Zwischenschritt. |
| Drei Genera übergangen (inkl. Neutrum) | Marathi hat wie das Sanskrit männliches, weibliches und sächliches Geschlecht; Hindi nur zwei. Wer mit Zwei-Genus-Logik übersetzt, bricht die Verb- und Adjektivkongruenz und erzeugt fehlerhafte Sätze. | Das Drei-Genus-System wird korrekt geführt und die Kongruenz über den gesamten Text mit den Personendaten abgeglichen. |
| Inklusiv/exklusiv „wir“ verwechselt | आपण (aapan) schließt die angesprochene Person ein, आम्ही (aamhi) nicht. In Verträgen und Anschreiben verschiebt die falsche Form, wer eigentlich gemeint ist – ein sachlicher, kein stilistischer Fehler. | Die Wir-Form wird nach dem Kontext eindeutig gewählt, so dass Rechte und Pflichten den richtigen Parteien zugeordnet bleiben. |
| Höflichkeitsebene falsch | Marathi drückt Respekt über Verbformen und die Anrede aus (तुम्ही gegenüber तू). Die falsche Ebene wirkt in Amts- und Geschäftstexten respektlos oder unangemessen vertraulich. | Die Anredeebene wird nach Empfänger und Dokumenttyp festgelegt und konsequent durchgehalten. |
| ळ und ल verwechselt | Das retroflexe ळ und das dentale ल sind verschiedene Laute: काळ (Zeit/Epoche) gegen काल (gestern). Eine Verwechslung ändert die Bedeutung – in Namen und Fachwörtern sinnentstellend. | Die Marathi-spezifische Orthografie wird zeichengenau umgesetzt und kritische Wörter gegen das Original geprüft. |
| Namensumschrift & Vokallänge | Marathi-Namen wie सावंत (Sawant) oder ठाकरे (Thackeray) haben historisch abweichende Anglisierungen; Devanagari markiert Vokallängen mit Matra-Zeichen. Eine andere Form lässt Urkunde und Ausweis auseinanderfallen. | Die Namensumschrift wird an Reisepass und Bestandsdokumenten ausgerichtet, nicht frei transkribiert. |
| Lakh/Crore & Devanagari-Ziffern | Beträge werden nach dem indischen System (५,००,००० = fünf Lakh = 500.000) gruppiert, Ziffern erscheinen oft als ०१२. 1:1 übernommen, stimmen Summe oder Aktenzeichen nicht mehr. | Beträge und Ziffern werden in die deutsche Konvention übertragen und Stelle für Stelle gegen das Original geprüft. |
| Standard-Marathi vs. Dialekt | Amtstexte folgen dem formalen Standard-Marathi (prāmāṇit); regionale Varietäten wie Varhadi oder Zadi Boli sind für Urkunden und Verträge unpassend und wirken unprofessionell. | Für amtliche und geschäftliche Dokumente wird das formale Standard-Marathi in behördenüblicher Form verwendet. |