| Rodné číslo & Behördenangaben | Slowakische Urkunden führen ein rodné číslo (Geburtsnummer) und Verwaltungseinheiten wie okres (Bezirk) und kraj (Landschaftsverband). Wer sie „eindeutscht“ oder umrechnet, verfälscht die amtliche Kennung. | Kennnummern und Verwaltungsbegriffe bleiben im Original stehen und werden – wo nötig – erklärend ergänzt, nie ersetzt. |
| Diakritik ľ ĺ ŕ ô ä, ď ť ň | Slowakisch nutzt Sonderzeichen wie das weiche ľ, die langen silbischen ĺ ŕ, den Diphthong ô und das ä. Werden sie durch Grundbuchstaben ersetzt, entstehen andere Wörter oder falsch geschriebene Namen. | Alle slowakischen Sonderzeichen werden korrekt gesetzt und Eigennamen zeichengenau gegen das Ausweisdokument geprüft. |
| Rhythmisches Gesetz (Vokalkürzung) | Im Slowakischen folgt auf eine lange Silbe in der Regel keine zweite lange – die Endung wird gekürzt. Wer diese Regel nicht anwendet (Maschinen, Nicht-Muttersprachler), produziert Formen, die sofort als „nicht slowakisch“ auffallen. | Muttersprachler wenden das rhythmische Gesetz automatisch an; kritische Formen werden in der Endkontrolle gegengeprüft. |
| Weibliche Nachnamen -ová | Das Slowakische femininiert Frauennamen auf -ová (Nováková), im Register teils auch fremde Namen. Eigenmächtiges Anhängen oder Streichen ändert einen amtlich registrierten Namen. | Der Nachname wird exakt so wiedergegeben, wie er in der Quellurkunde registriert ist – ohne eigenmächtige Angleichung. |
| Höflichkeitsform & Groß-/Kleinschreibung | Die höfliche Anrede Vy und ihre Formen werden in Briefen und Verträgen großgeschrieben; Substantive dagegen klein. Wer die deutsche Groß-/Kleinschreibung überträgt, trifft das falsche Register und wirkt „durchgereicht“. | Anrede, Groß-/Kleinschreibung und Register werden auf die slowakische Norm umgestellt – passend zu Urkunde, Vertrag oder Marketingtext. |
| Falsche Freunde DE–SK | rok heißt Jahr (nicht „Rock“), list ist Blatt oder Brief (nicht „Liste“), chudý bedeutet arm oder mager. Ein einziges Wort kippt die Aussage. | Bedeutung schlägt Wortähnlichkeit; kritische Termini sind in der geprüften Terminologie hinterlegt. |
| Tschechisch-slowakische Interferenz | Nach Jahrzehnten gemeinsamen Staates schleichen sich Bohemismen ein: horký heißt auf Slowakisch bitter, auf Tschechisch dagegen heiß; kapusta ist im Slowakischen Kohl, im Tschechischen Wirsing. Ungefiltert entsteht ein „tschechoslowakischer“ Mischtext. | Fachübersetzer filtern Bohemismen konsequent und halten die slowakische Norm ein – kein Sprachgemisch. |
| Ortsnamen & Exonyme | Für slowakische Städte gibt es deutsche Namen (Bratislava/Pressburg, Košice/Kaschau). Auf amtlichen Dokumenten ist der slowakische Name maßgeblich; ein ausgetauschtes Exonym ist ein Sachfehler. | Der amtliche slowakische Ortsname bleibt führend; ein deutsches Exonym setzen wir – wenn hilfreich – nur erklärend in Klammern, nie ersetzend. |