| Schreibrichtung & Bidi (eingebettete Zahlen/Latein) | In einem hebräischen Text stehen Datum, IBAN, Beträge und lateinische Namen; der Bidi-Algorithmus ordnet sie um. Naives Kopieren vertauscht die Reihenfolge von Datums- und Zahlenteilen, Klammern oder Vorzeichen – aus einem Betrag wird ein anderer. | Wir setzen das Dokument satzfertig mit korrekter Bidi-Steuerung; jede eingebettete Zahl, jedes Aktenzeichen und jeder Name wird gegen das Original geprüft. |
| Fehlendes Niqqud → mehrdeutige Lesart | Hebräisch wird ohne Vokalpunkte geschrieben; dieselbe Konsonantenfolge kann mehrere Wörter sein (ספר = Buch / Grenze / zählte). Nur der Kontext entscheidet – eine Maschine rät. | Muttersprachler erschließen die Bedeutung aus dem Kontext; wo Verwechslungsgefahr besteht, vokalisieren oder erläutern wir die Stelle. |
| Namens-Transliteration ≠ Passschreibweise | Ein Name lässt sich mehrfach umschreiben (ש = sch/sh, ח/כ = ch/h). Weicht die Übersetzung vom Reisepass oder Personenstandsregister ab, wird die Urkunde von der Behörde zurückgewiesen. | Namen werden zwingend nach der amtlichen Pass-/Registerschreibweise gesetzt und mit Ihren Ausweisdokumenten abgeglichen – nicht frei transkribiert. |
| Finalbuchstaben (Sofit) falsch gesetzt | Fünf Buchstaben haben nur am Wortende eine Endform (כ/ך, מ/ם, נ/ן, פ/ף, צ/ץ). Diese Endformen sind eigene Schriftzeichen mit eigenem Unicode-Codepoint – keine Schriftart erzeugt sie automatisch aus der Grundform. Wer am Wortende die Grundform stehen lässt, schreibt das Wort falsch; einer Behörde fällt das im Namen sofort auf. | Die Endformen werden als eigene Zeichen gesetzt und im Korrekturlauf Wort für Wort geprüft – besonders in Namen, Ortsangaben und Feldbezeichnungen. |
| Geresh ׳ & Gershayim ״ verwechselt | Diese Zeichen markieren Akronyme (צה״ל, ד״ר) und Fremdlaute (ג׳ = dsch). Als Tastatur-Anführungszeichen gesetzt, ändern sie Bedeutung oder Aussprache – aus einem Kürzel wird ein Zitat. | Akronyme und Fremdlaut-Buchstaben werden korrekt mit Geresh bzw. Gershayim gesetzt, nicht mit geraden Anführungszeichen. |
| Grammatisches Geschlecht in Anrede & Beugung | Hebräisch markiert Genus durchgängig – auch „du“, Verben und Zahlwörter richten sich nach dem Geschlecht des Adressaten. Die falsche Form wirkt in Urkunde, Vertrag oder Anschreiben schlicht falsch. | Wir klären das Geschlecht des Adressaten und beugen Anrede, Verben und Zahlwörter korrekt – keine „neutrale“ Notlösung. |
| Jüdisches Kalenderdatum auf Urkunden | Israelische Urkunden tragen oft das hebräische Datum (Anno Mundi, z. B. תשפ״ו) neben dem gregorianischen. Wird nur eines übernommen oder falsch umgerechnet, stimmt der Ausstellungstag nicht. | Beide Datierungen werden korrekt umgerechnet und beide im Zieltext ausgewiesen – nachvollziehbar für die deutsche Empfangsstelle. |
| Layout zweisprachiger Urkunden (RTL/LTR) | Israelische Dokumente sind häufig Hebräisch neben Englisch/Deutsch; Spalten, Tabellen und Stempel laufen gegenläufig. Naives Übertragen zerstört die Zuordnung von Feld und Inhalt. | Wir bilden das zweisprachige Layout originalgetreu ab – korrekte Spalten-, Feld- und Stempelplatzierung in beiden Laufrichtungen. |